{"id":72,"date":"2020-02-17T09:27:42","date_gmt":"2020-02-17T08:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kirchensteuer-fastenaktion.de\/?page_id=72"},"modified":"2020-03-17T17:26:16","modified_gmt":"2020-03-17T16:26:16","slug":"kirchensteuer-fastenaktion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirchensteuer-fastenaktion.de\/index.php\/kirchensteuer-fastenaktion\/","title":{"rendered":"Kirchensteuer-Fastenaktion"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vertr\u00f6sten war gestern<\/strong><br> <strong>Vor\u00fcbergehend gehen, um mit erhobenem Haupt bleiben zu k\u00f6nnen!<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Aktion Maria 2.0 ist die erste, die den Namen Streik \u00fcberhaupt im Ansatz verdient. Sie war ungeheuer wichtig, weil sie in den Reaktionen, die sie hervorrief, schmerzhaft deutlich macht, wie wenig gro\u00dfe Teile der Kirchenhierarchie in den letzten 50 Jahren dazugelernt haben an Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit den Mitgliedern der Kirche, die von den selbsterrichteten Machtstrukturen dieser Amtskirche ausgeschlossen sind. Schlimmer noch wiegt, dass dieses als rigoros empfundene Vorgehen der F\u00fchrungsebene gegen die Basis immer mehr Gl\u00e4ubige zum Austritt zwingt, weil sie sich ihrer spirituellen Heimat in der Kirche beraubt sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kritischen Punkte sind seit 50 Jahren bekannt:<br><\/p>\n\n\n\n<ul><li> eine verbotsorientierte Sexualmoral, die wichtige Erkenntnisse der Humanwissenschaften ignoriert;<\/li><li>ein starres Festhalten am Pflichtz\u00f6libat f\u00fcr Priester, obwohl dieser von vielen Amtstr\u00e4gern nicht gelebt wird (werden kann) und so Glaubw\u00fcrdigkeit verloren geht;<\/li><li>eine klerikale \u00dcberh\u00f6hung priesterlicher und bisch\u00f6flicher Macht, die gerechte Teilhabe der Gl\u00e4ubigen und Transparenz verhindert oder als ungeschuldeten Gnadenakt erscheinen l\u00e4sst;<\/li><li>die Weigerung, Frauen gleichberechtigt in allen Teilen der Kirche zu beteiligen und ihnen auch den Zugang zum Weiheamt zu er\u00f6ffnen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Damit\nsich wirklich etwas \u00e4ndert, ist es erforderlich, Aktionen wie diesen Streik ernsthafter\nals bisher fortzusetzen, um \u00fcberhaupt noch ernstgenommen zu werden. Alle sind\ngefordert! Nach Ansicht namhafter\nKirchenrechtler und Moraltheologen (Daniel Bogner, u.a.) gibt es nur einen\nwirksamen Weg, dieser Reformverweigerung der Kirchenhierarchie entgegenzutreten,\nin dem man dieser Amtskirche in aller Ehrlichkeit und \u00d6ffentlichkeit die\nfinanzielle und damit <strong>nach au\u00dfen\nsichtbar<\/strong> die geistig innere <strong>Unterst\u00fctzung\nentzieht<\/strong>. Dabei ist es ist gleichzeitig m\u00f6glich, der konkreten christlichen\nGemeinde vor Ort und den Menschen, die in ihr leben, verbunden zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist es m\u00f6glich, <strong>formal f\u00fcr einige Zeit, z. B. f\u00fcr ein Jahr, aus der Kirche auszutreten<\/strong>\nmit der Begr\u00fcndung, sich der pers\u00f6nlichen, geistigen und spirituellen Vereinnahmung\ndurch eine selbstgerechte klerikale Kirchenmacht zu widersetzen, <strong>sich gleichzeitig aber in der Gemeinde vor\nOrt f\u00fcr deren Belange weiter deutlich zu engagieren, diese als Ort spiritueller\nBegegnung weiter zu pflegen und dort auch die in dieser Zeit entfallende\nKirchensteuer als Spende einflie\u00dfen zu lassen! <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle bisherigen Aktionen, Petitionen,\nSondierungsgespr\u00e4che, Dialogprozesse sind bisher gewollt im Sand verlaufen. Sie\nwurden nicht nur zur Farce, sondern wurden f\u00fcr immer mehr Gl\u00e4ubige zum Anlass,\nsich dem Ruf \u201eIhr macht unsere Kirche kaputt\u201c anzuschlie\u00dfen und endg\u00fcltig\nauszutreten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die einzig wirksame Alternative, den Reformprozess\nvon der Basis her noch deutlicher einzufordern, ist eine\nKirchensteuer-Fastenaktion, d.h. ein formaler Kirchenaustritt auf Zeit als\nprophetisches Zeichen sichtbaren und sp\u00fcrbaren Protests, und damit ein Weg, <strong>dem Vorwurf zu entgehen, mit seinem Geld\ndas rigide System klerikaler Macht zu unterst\u00fctzen, das immer mehr Menschen,\nsogar unsere eigenen Kinder aus der Kirche hinaus st\u00f6\u00dft.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oktober 2019<\/p>\n\n\n\n<p><em>Im\nfolgenden Teil 2 finden Sie ausf\u00fchrliche Hintergrundinformationen zu den hier\nge\u00e4u\u00dferten Gedanken.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Teil 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nReaktionen der katholischen Bisch\u00f6fe (siehe Kommentare der Bischofskonferenz\nauf Maria 2.0 vor einigen Wochen und des Bischofstreffens in Fulda im September\n2019) sind zwar unterschiedlich, im Res\u00fcmee aber klar. Sie reichen von\nvorsichtiger Zustimmung bei gleichzeitgiger Ablehnung, was an einen\ndiplomatischen Eiertanz erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabr\u00fcck,\nVorsitzender der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz, unterst\u00fctzt\nim ersten Satz \u201eMaria 2.0\u201c, kritisiert aber dann ein Bestreiken der\nGottesdienste aufs \u00e4u\u00dferste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hamburger Erzbischof Stefan He\u00dfe\nmeint, man m\u00fcsse \u00fcber Sexualmoral,\nZ\u00f6libat und Priesteramt reden, \u00fcber Fragen der Macht, des Amtes in der\nKirche sowie \u00fcber Fragen des Z\u00f6libats und die Ordination der Frauen, w\u00e4hrend\nseine Amtskollegen Diskussionsforen zu diesen Thema kurzerhand verbieten. Die\nBehauptung von Kardinal Marx in Fulda, man sei sich im Wesentlichen einig, l\u00f6st\nsich beim Lesen der klaren Reformabsagen einiger Bisch\u00f6fe in Wohlgefallen auf. Durch\ndiese gebetsm\u00fchlenartig vorgetragenen, seit Jahrzehnten folgenlosen\nAbsichtserkl\u00e4rungen und herablassende Kommentare zu Reformbewegungen wie Maria\n2.0, die wir, teils hinter vorgehaltener Hand, teils unverhohlen, von vielen\nTeilen der Kirchenamtshierarchie zu h\u00f6ren bekommen, verf\u00e4llt das moralische\nAnsehen dieser Institution zusehends. <\/p>\n\n\n\n<p>Seither h\u00e4ufen sich die Meldungen, die\ndie Kluft zwischen der Ohnmacht engagierter Christen, die um ihre spirituelle\nHeimat k\u00e4mpfen einerseits und der klerikalen Macht mit \u00dcberh\u00f6hung des\nm\u00e4nnlichen Priesteramtes andererseits immer deutlicher werden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weite Teile Basis hat die Kirchenleitung angesichts ihrer\nweltfremden und kurzgegriffenen verbotsorientierten Sexualmoral ohnehin jede\nErnsthaftigkeit und Glaubw\u00fcrdigkeit verloren und dient nur noch als\nRepr\u00e4sentanz bei offiziellen Anl\u00e4ssen. Die deutlich fehlende F\u00fchrungsqualit\u00e4t\nempfinden viele Gl\u00e4ubige nur noch als schmerzlich oder peinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wirkt wie ein Abwehrverhalten, wenn die Hirten der Kirche,\nurspr\u00fcnglich als Diener der christlichen Sache eingesetzt, eine f\u00fcr die\nMenschen unserer Zeit absolut unverst\u00e4ndliche Sprache benutzen, die mit\nsogenannten theologischen oder kirchenrechtlichen Begr\u00fcndungen jede Diskussion\nim Keim ersticken. Ihre Redensarten werden seit langem von der Mehrheit der\nZuh\u00f6renden nur noch als leere Floskel mit schalem Nachgeschmack empfunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Werbewirksam werden immer wieder in der \u00d6ffentlichkeit Ans\u00e4tze\neines angeblichen Austausches zwischen klerikalen Machthabern und Laien bei\nverschiedenen freundlichen Anh\u00f6rungen einzelner kirchlicher Gruppen\nfassadenhaft demonstriert. Man zeigt sich damit gern in g\u00f6nnerhafter\nGespr\u00e4chsbereitschaft, um dann kurz danach die erstellten Diskussionspapiere,\nAntr\u00e4ge, Bittbriefe des \u201eeinfachen Kirchenvolkes\u201c oder ganze Diskussionsforen\nzum Stand der Kirche zu Themen der Sexualit\u00e4t, wie z. B. die Hohenheimer Tagung\n2011 sofort wieder in den Kellerarchiven oder M\u00fclleimern der bisch\u00f6flichen\nOrdinariaten zu verschwinden zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Viele Beobachter empfinden diese <strong>Beschwichtigungstaktiken<\/strong> als ein kalkuliert eingef\u00e4deltes\nMaulkorbinstrument, mit dem die Engagierten unter den Gl\u00e4ubigen, die endlich\nden Mut gefasst haben, der feudalistisch gesetzten \u00dcbermacht eines klerikalen\nMachtapparates entgegenzutreten, schnell beschwichtigt\nund in ihre unterw\u00fcrfige Machtlosigkeit zur\u00fcckversetzt werden. Auf diese Weise\nkann es den \u201eeinfachen Laien\u201c niemals gelingen, ihre wohlberechtigten Zweifel\nund Negativerfahrungen in der Gemeinde vor Ort den definitiv falschen\nEinsch\u00e4tzungen der Realit\u00e4t vieler \u201eKirchenf\u00fcrsten\u201c entgegenzusetzen. Diese\nvermitteln eher den Eindruck, sich in ihrem ganz eigenen selbstgerechten\nWeltverst\u00e4ndnis zu sonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erschreckend klar, wie realit\u00e4tsfern sich die Amtskirche\nentwickelt, zeigt sich im Katechismus der\nKatholischen Kirche, Kompendium 2005 . In diesem, von Papst em. Benedikt XVI. verantworteten\nund von der Deutschen Bischofskonferenz ins Deutsche \u00fcbersetzten Katechismus\nhei\u00dft es in Abschnitt. 492 (Seite 173 ff.) : \u201eWelche Haupts\u00fcnden gegen die\nKeuschheit gibt es? S\u00fcnden, die entsprechend der jeweiligen Natur des\nGegenstandes schwer gegen die Keuschheit versto\u00dfen, sind: Ehebruch,\nSelbstbefriedigung, Unzucht, Pornographie, Prostitution, Vergewaltigung, homosexuelle\nHandlungen. Diese S\u00fcnden sind Ausdruck des Lasters der Unkeuschheit.\u201d Wer\nVergewaltigung und Selbstbefriedigung so in einem Satz zusammenfasst, kann kaum\nnoch schockieren, wenn er in nicht zu\n\u00fcberbietender Selbstgerechtigkeit die Schuld vieler Kirchenhirten und einiger besonders konservativtreuer Kleriker am Missbrauchsskandal\nzur\u00fcckweist: Wunibald M\u00fcller (Leiter des Recollectiohauses von 1991-2016, (12.\nApril 2019) beschreibt Papst em. Benedikt XVI. so:&nbsp; \u201eEr f\u00fchrt sich in gewohnter Manier als Herr\ndes Glaubens auf, genau das, was er anderen vorwirft, statt sich vom Glauben\nerneuern und beherrschen zu lassen, was er von anderen fordert.\u201c &#8230;und\u2026 \u201eDer\n\u00fcble Geruch, der von sexualisierter Gewalt in der Kirche, dem lieblosen,\nunsensiblen Umgang der Bisch\u00f6fe mit den betroffenen Opfern ausgeht, kommt aus\ndem Innersten der Kirche. Er kommt von der F\u00e4ulnis, die die Kirche befallen\nhat, die in der Gestalt des klerikalen Systems in der Kirche ihre st\u00e4rkste\nAuspr\u00e4gung gefunden hat und bis heute findet. Der Beitrag von Joseph Ratzinger\nist ein erneuter Beweis daf\u00fcr. Der \u00fcble Geruch, der davon ausgeht, hat mit dem\n\u201eWohlgeruch Christi\u201c, von dem wir im Neuen Testament h\u00f6ren und den sich so\nviele in&nbsp; der Kirche herbeisehnen, nichts\nzu tun\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was also k\u00f6nnen die Gl\u00e4ubigen tun, den\nFortbestand \u201eihrer\u201c Kirche zu retten, damit die Kirchenhierarchie nach \u00fcber 50\nJahren Protest wirklich bereit ist, sich mit den Gl\u00e4ubigen und ihren\n\u00dcberlegungen ernsthaft auseinanderzusetzen und erste Reformen tats\u00e4chlich auf\nden zuzulassen? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Engagement innerhalb der Kirche ist\nnotwendiger denn je und ein Sich-Einsetzen f\u00fcr Transparenz und Aufrichtigkeit,\ngegen die zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4fte innerhalb der <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kirchenhierarchie!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIhr macht uns die\nKirche kaputt!\u201c <\/strong>Dieser Vorwurf von Theologen an die\nKirchenhierarchie&nbsp; werden untermauert mit\nAnalysen von <a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/ethics\/de\/teaching\/prof\/team\/prof\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Daniel Bogner<\/a><em>, Professor f\u00fcr Moraltheologie und Ethik an der Universit\u00e4t\nFribourg\/Schweiz<\/em> und vielen namhaften deutsche Theologen. (s.a. <a href=\"https:\/\/www.feinschwarz.net\/author\/testautor-autorin\/\">Redaktion Feinschwarz <\/a><a href=\"https:\/\/www.feinschwarz.net\/ihr-macht-uns-die-kirche-kaputt\/\">16. Oktober 2018<\/a>\nund Theosalon, &nbsp;1. November 2018. <\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen dazu unter<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp; \u201eIhr macht unsere Kirche kaputt\u201c <a href=\"https:\/\/www.thalia.de\/shop\/home\/artikeldetails\/ID143568795.html\">https:\/\/www.thalia.de\/shop\/home\/artikeldetails\/ID143568795.html<\/a>) oder auch <a href=\"https:\/\/theosalon.blogspot.com\/2018\/11\/emporung-reicht-nicht.html\">https:\/\/theosalon.blogspot.com\/2018\/11\/emporung-reicht-nicht.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert:<\/p>\n\n\n\n<p>Viele renommierte Kirchenkritikern sind sich einig, dass es inzwischen\nnur noch wenig M\u00f6glichkeiten gibt: Um die Kirche als Zentrum ihrer spirituellen\nHeimat zu retten, m\u00fcssen sich die Gl\u00e4ubigen entweder mit dem \u201efeudalistischen\nMachtgebaren von Gottes Gnaden\u201c, d.h. mit der \u201e\u00dcbergriffigkeit\ndes Systems abfinden\u201c ( womit dann aber \u201e jeder die Kirche hat, die er verdient\u201c),\noder sich aber ernsthaft und mit wirkungsvollen Mitteln widersetzen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die\neinzige wirksame Einflussm\u00f6glichkeit eines jeden Gl\u00e4ubigen gegen\u00fcber <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e\u00fcbergriffiger\nDienstherren\u201c ist hierzulande die Verweigerung der Kirchensteuer! <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2012 bezahlten die deutschen\nKatholiken 5,2 Milliarden \u20ac Kirchensteuer, davon flossen etwa 10 Millionen\ndirekt in die Kassen des Vatikans (Quelle Focus money). Neben vielen wichtigen\nund ehrenwerten Unternehmungen wird mit diesem Geld aber auch viel zu viel an\nfraglich notwendiger Repr\u00e4sentanz und werden letztlich auch diejenigen Kr\u00e4fte\nunterst\u00fctzt, die der Entwicklung einer gesunden Kirche, die sich um ihre Basis\nk\u00fcmmert, entgegen arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So\nmuss jedem, der Kirchensteuer bezahlt, bewusst sein, dass er damit die Kr\u00e4fte\nunterst\u00fctzt, die mit aller H\u00e4rte wirkliche Reformen verbieten, um ihre\npers\u00f6nliche Macht zu erhalten. Jeder Kirchensteuerzahler tr\u00e4gt somit einen Teil\ndazu bei, am Zerfall unserer Kirche mit zu wirken und weitere Gl\u00e4ubige aus der\nKirche zu vertreiben, in der es nicht einmal unsere<s>n<\/s> eigenen Kindern\naushalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach kirchlichem Recht bleibt jeder\ngetaufte Katholik, auch wenn er formal aus der Kirche als K\u00f6rperschaft des\n\u00f6ffentlichen Rechts austritt, weiterhin Mitglied dieser christlichen\nGemeinschaft, von wenigen verwaltungsrechtlichen \u00c4nderungen abgesehen. In\nDeutschland kann man von der Kirchensteuer, im Gegensatz zu den meisten L\u00e4ndern\ndieser Erde, nur \u00fcber einen Kirchenaustritt befreit werden. Um dies zu\nverhindern, hat daher \u201eunsere\u201c Kirchenhierarchie in einem als unlauter\nempfundenen Akt der <strong>Fehlinformation<\/strong> <strong>der Bev\u00f6lkerung<\/strong> den Eindruck\nvermittelt, dass dieser Austritt angeblich zum Verlust der Sakramente f\u00fchren\nw\u00fcrde. Unter diesen systematischen Drohungen, die v\u00f6llig irrationale \u00c4ngste sch\u00fcren,\nleiden viele Gl\u00e4ubige<s>n<\/s>, die innerlich zerrissen sind zwischen dem\nVerbleib in einer f\u00fcr sie unlauteren und damit unchristlichen Institution, oder\neinem Austritt, der sie der Gemeinde und der Sakramente beraubt. Sie f\u00fchlen\nsich wie in der Entscheidungsphase zwischen Teufel und Beelzebub. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Doch\ndieses Dilemma ist l\u00f6sbar!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man darf die unbegr\u00fcndeten \u00c4ngste vor\ndem Verlust der heiligen Sakramente in die Strategie wohlkalkulierender\nPanikmacher zur\u00fcckverweisen. Ein Austritt aus der Kirche als K\u00f6rperschaft des\n\u00f6ffentlichen Rechts ist nicht zugleich ein Austritt aus der heiligen\nkatholischen Kirche, durch die ich durch die Taufe aufgenommen bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen <strong>geht es hier nicht um eine endg\u00fcltige Abwendung<\/strong> von der\nGemeinschaft der heiligen Kirche, sondern um eine <strong>f\u00fcr alle Beteiligten gesunden Fastenaktion, eine wirkliche Streikma\u00dfnahme<\/strong>,\nd.h. <strong>ein zeitlich begrenzter formaler\nAustritt von 1 bis 2 Jahren<\/strong>. Danach kann jeder wieder eintreten. Sollten\nernstgemeinte Zeichen des Reformwillens ausbleiben, w\u00e4re ein weiterer\nStreikaustritt jederzeit erneut wieder denkbar, ganz im Sinne einer <strong>gesunden demokratischen Haltung, die\nunserer Kirchenhierarchie so unbekannt ist.<\/strong> Dass dies ein Aufwand vor allem\nf\u00fcr den klerikalen Machtapparat bedeutet, ist diesem Fall gewollt und mit den\noben erw\u00e4hnten Forderungen verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4u\u00dferst\nwichtig bei diesem Vorgehen ist eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Transparenz und ein\nweiteres, ja verst\u00e4rktes Engagement der Gl\u00e4ubigen in der Gemeinde vor Ort und\nim Gottesdienst,<\/strong> das nun gerade angesichts des zeitlich begrenzten Austritts nun\nviel authentischer und intensiver wahrgenommen werden kann und soll. <\/p>\n\n\n\n<p>Was werden die noch verbliebenen Gl\u00e4ubigen\nihren Kindern und Kindeskindern, falls nicht schon ausgetreten, berichten, wann\nund an welcher Stelle sie sich ernsthaft gegen das Zugrunderichten unserer\nbislang noch heiligen Kirche zur Wehr gesetzt haben??<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verweigerung der finanziellen\nUnterst\u00fctzung ist erstmals eine wirklich ernsthaft sp\u00fcrbare Aktion! Die\nersparte Kirchensteuer kann gezielt als Spende in kirchliche oder gemeinn\u00fctzige\nProjekte vor Ort gegen Spendenbescheinigung investiert werden, ohne weiter\ndamit den Prunk feudalistischer Auspr\u00e4gungen mancher bisch\u00f6flichen Ordinariate\nmit zu unterst\u00fctzen, wohl aber die <s>die<\/s> sonst im wesentlichen\nsegensreichen kirchlichen Initiativen weiter zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Allein\naber die Flut einer neuen \u201eAustrittswelle\u201c mit dieser Begr\u00fcndung wird\nsicher deutlicher zur Kenntnis genommen werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten f\u00fcr den\nKirchenaustrittsantrag beim Standesamt betragen ca 30.- bis 60,- \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wiedereintritt ist gratis.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den bisherigen Ausf\u00fchrungen ergibt\nsich eindeutig ein<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aufruf\nan alle, die nicht von berufsrechtlicher K\u00fcndigung durch kirchliche Arbeitgeber\nbedroht sind und die sich in der katholischen Kirche f\u00fcr eine R\u00fcckkehr zu den\nwirklich christlichen Werten von <\/strong><strong>Menschenfreundlichkeit, Ehrlichkeit und\nGerechtigkeit engagieren: <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setzen Sie ein prophetisches Zeichen\ngegen\u00fcber der Kirchenhierarchie, die seit Jahrzehnten Entwicklungen blockiert\nund notwendige Reformen verweigert!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeigen Sie, dass Sie es wirklich ernst\nmeinen mit dem Entzug Ihrer Kirchensteuer, indem Sie bereit sind, bei einer\nweiteren Blockadehaltung gegen\u00fcber Kirchenreformen aus der Kirche als\nK\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts austreten!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlie\u00dfen Sie sich einem Netzwerk an,\ndas eine Kirchensteuer-Fastenaktion so vorbereitet, dass sie nachhaltig zur Kenntnis\ngenommen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spenden Sie die Kirchensteuer gezielt\nf\u00fcr soziale, \u00f6kologische oder auch kirchliche Projekte und verhindern Sie so\nmissbr\u00e4uchlichen Umgang mit Ihren Geldern!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Engagieren Sie sich um so mehr in Ihrer\nGemeinde, zeigen Pr\u00e4senz und Ihren wirklichen Reformwillen und helfen Sie,\ndas&nbsp; Leben der Gemeinde vor Ort trotz der\nentmutigenden und demotivierenden Haltung der Kirchenhierarchie lebendig zu\nhalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und kehren Sie sp\u00e4ter wieder zur einer\nInstitution zur\u00fcck, die sich bis dahin hoffentlich den Namen \u201eMutter Kirche\u201c,\nzumindest in einzelnen Bereichen, wieder ein wenig glaubhafter verdient haben\nwird!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. med. Dipl.-Ing Stefan Steinert<br> Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, Psychotherapie und Naturheilverfahren\/TCM<br> Aktiv engagiert, u.a. als Kirchengemeinderatsmitglied der Gemeinde St. Lukas in Reutlingen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertr\u00f6sten war gestern Vor\u00fcbergehend gehen, um mit erhobenem Haupt bleiben zu k\u00f6nnen! 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